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Die schweizerische Wirtschaft hinterlässt im abgelaufenen Jahr ein unklares Bild, allerdings mit stärkeren Anzeichen für anhaltende Probleme. War die Stimmung Anfang 2004 noch optimistisch, so wurden im Laufe des Jahres die Prognosen laufend nach unten korrigiert, von „Aufschwung“ wollte niemand mehr sprechen und angesichts unserer Analysen ist wohl eine „Erholung“ auch mit der am stärksten rosarot eingefärbten Sonnenbrille nicht mehr zu erkennen.
Neueintragungen – Löschungen - Nettowachstum
Die Zahl der Neueintragungen hat mit 34’443 alle bisherigen Rekorde gebrochen. Gleichzeitig ist diese Zunahme gegenüber dem Vorjahr mit + 7.4 % die stärkste Zunahme seit 7 Jahren.
Allerdings ist die Zahl der Löschungen mit einem Plus von 8.7 % ebenfalls stark gestiegen und verzeichnet mit 25'776 einen neuen Rekordwert. Da nun die Zunahme bei den Löschungen höher ausgefallen ist als bei den Neueintragungen, ist das Nettowachstum diejenige Grösse, die ein verlässlicheres Bild der Wirtschaft zeichnen kann. Per Saldo sind 8'667 Firmen aus diesem Auf und Ab übriggeblieben. Ein moderater Wert, waren doch in Zeiten der Hochkonjunktur netto 10'000 Firmen oder mehr entstanden.
Der Anteil des Nettowachstums in Relation zu den Neueintragungen ist indes so tief wie noch nie seit Beginn unserer statistischen Erhebungen: der Saldo beträgt nur noch 25 %. Bleibt der Eindruck, dass viele Unternehmer an einen wirtschaftlichen Erfolg glauben und deshalb ein Unternehmen gründen. Wir gehen davon aus, dass auch im 2004 viele Einzelpersonen den Schritt in die Selbständigkeit gewagt haben. Ein Indiz dafür ist der hohe Anteil der neu eingetragenen Einzelfirmen, der 2004 bei rund 37 % liegt.

Konkurse erreichen Höchststand
Die Zahl der Totalkonkurse indes verstärkt das Bild der kränkelnden Konjunktur in der Schweiz massiv. Mit einem Plus von 7.7 % gegenüber 2003 wurde ein deutlicher Rekordwert erreicht. Insbesondere der Monat Dezember hat stark dazu beigetragen, dass der Jahreswert so hoch kletterte.
Die Ursache für einen Konkurs bei Firmen ist zu einem überwiegenden Teil bei den Finanzen zu suchen. In einer Untersuchung des Institut Observa in Zusammenarbeit mit Creditreform haben 47 % der Befragten dies als Grund der Insolvenz angegeben.
Ein weiterer Versuch einer Erklärung ist die Tatsache, dass es im Monat Dezember auf Grund der Konstellation der Feiertage 10 mal Konkurspublikationen gab; 1 – 2 Publikationen mehr als sonst üblich.

Quelle: Auszug aus der Pressemitteilung des Schweizerischen Verbandes Creditreform vom 11.1.2005
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